Um was es geht

Die erste Mahl im Frühjahr wird jedes Jahr zur Todesfalle für Tausende von Jungtieren. Denn die Ernte fällt mit der Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere zusammen, die in Wiesen und Feldern ihren Nachwuchs sicher wähnen.

Die Rehkitzretter Neckar Alb haben sich zum Ziel gesetzt, den schrecklichen Bildern von zermähten Kitzen entgegenzuwirken. Mit Drohnen und moderner Wärmebildtechnik werden die Jungtiere vor dem Mähen aufgespürt und in Sicherheit gebracht.

Am zweiten Juni-Wochenende waren allein 5 Teams der Kitzretter Neckar-Alb mit Drohnen, Piloten und Helfern zum Wohle des Reh-Nachwuchses im Einsatz. Das gute Wetter bleibt, heißt: viel Arbeit für Bauern und Kitzretter.

Bisher gerettete Kitze in Zahlen

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Jahre 2023 und 2024
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Jahr 2025

Ein bisschen Wildbiologie

Rehkitze verfügen in den ersten beiden Lebenswochen noch nicht über einen Fluchtinstinkt. Sie bleiben liegen und flüchten nicht, selbst wenn ein Mensch oder Hund unmittelbar vor ihnen steht.

Deshalb darf man ein Kitz keinesfalls berühren oder gar streicheln, denn der menschliche Geruch würde das Muttertier irritieren, so dass es im schlimmsten Fall das eigene Rehkitz verstößt. Ihr natürlicher „Duck“-Reflex vor Feinden wird ihnen beim Einsatz der zum Teil über zehn Meter breiten Mähwerke zum grausamen Verhängnis.